Geschichte... und Geschichten

1999
2007 2008 2009

 
1990

1990 gehören die Rangers zu den Teilnehmern der ersten Berliner Baseball-Liga. Grundlagen des Mythos werden gelegt. Gewonnen werden vor allem die Spiele, in denen schlecht gegen bessere Gegner gespielt wird und verloren meistens, wenn gegen eher durchschnittliche Teams gut gespielt wird. Oder so ähnlich. Keiner weiß so genau, wie Baseball geht, aber das stört auch niemanden so richtig, Hauptsache, man kann sich ein bißchen über alles ärgern und seinen Kumpels erzählen, was man für einen coolen Sport betreibt - und den Mädchen natürlich ... Aber schließlich setzen sich die durch, die Baseball spielen wollen und die anderen begreifen, daß es allemal einfacher ist, mit dem schönen Trikot gleich in die Disco zu gehen, statt es erst­mal dreckig und dann schnell wieder sauber zu machen. Jedenfalls so in etwa. Am Ende wird beschlossen, lieber nicht in der Verbandsliga zu blei­ben, sondern in der neuen Landesliga den Aufbau des Teams voran zu treiben.

1991

1991 ist das Jahr der legendären (Nicht-nur-)Coaching-Duelle zwischen Billy "Du kontroll die Bälles, laß' nicht die Bälles kontroll Du" Taylor für die MSV Rangers und Eduardo "Ampeia!" Solano für die TiB Pioneers. Am Ende haben die Pioneers in den Play-Offs um den Aufstieg in die Verbandsliga mit 2-1 Siegen knapp die Nase vorn, aber auch die Rangers dürfen sich über den Aufstieg freuen. Wer hätte sich damals träumen lassen, daß aus den Erzrivalen einmal die TiB Rangers hervorgehen würden. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Ende des Jahres gründet sich übrigens das Frauen-Team und versucht, Baseball zu spielen.

1992

1992 spielen die Frauen ihre ersten Freundschaftsspiele, verlieren ein paar, gewinnen ein paar. Bei den Männern setzt sich die Serie gegen die TiB fort, wenn auch weniger erfolgreich für die Pioneers. Mit Scott Martin als neuem Coach und diversen US-amerikanischen Spielern sehen die Rangers lange Zeit wie ein Kandidat für den Durchmarsch in die Zweite Liga aus, bevor dann im Hochsommer innerhalb von vier Wochen nicht nur der erste, sondern konsequenter­weise auch gleich noch der zweite Platz verspielt wird. Aber wie das geschieht, das hat we­nigstens Klasse. Zweimal mit zwei Runs Unterschied gegen die Crusaders verloren: z. B. einmal lange 2-0 geführt und dank vier Runs auf unseren amerikanischen Closer noch 2-4 draus ge­macht. Und zweimal mit einem Run gegen die Flamingos verloren: z. B. einmal im letzten Inning bei vier Runs Rückstand mit einem Three-Run-Homer noch mal rangekommen und gleich danach ein langer Schuß ins deep Centerfield, warning-track, the wall, Fly-Out, Ballgame. - "How can you lose four games by a total of six runs?" sagt der Amerikaner dazu. Die Rangers jedenfalls schaffen es.

1993

1993 gibt es dafür dann eigentlich gar keine spannenden Spiele. Regelmäßige Anwendung der Ten-Run-Rule führt dazu, daß der Berliner Meistertitel relativ früh sicher ist, so daß dann auch egal ist, daß nach vierzehn Siegen in vierzehn Spielen ausgerechnet das letzte Spiel der Saison zur einzigen Niederlage führt. Und gegen wen? - Klar, natürlich gegen die Pioneers! Zum Abschluß gibt es dann die Playoffs zur Zweiten Bundesliga, die auch ziemlich einseitig sind. 8-1 und 15-2 oder so.

1994

1994 dann zweite Liga - na ja ... ab und zu gibt es sogar Siege. Wirklich unvergeßlich ist der letzte Spieltag. Die Rangers haben bis dahin als Vorletzter fünf Siege, genau wie die Brunsbüttel Baboons als Letzter. Der direkte Vergleich steht 2-0 für Berlin. Also wäre mit einem Sieg alles klar. Das Spiel beginnt, wogt hin und her, ist eine halbe Stunde alt, wird für eine halbe Stunde wegen Regen unterbrochen, dann Warmup der Defense, ein Batter später wieder Regen, und so weiter. Nach fünfeinhalb Stunden ist es dann vorbei. Wohlgemerkt: ein Spiel, nicht der Double-header! Endstand 32-31 oder so. Jedenfalls für die Baboons. Also zwei Wochen später nochmal hinfahren, noch schlechter spielen, dafür aber gewinnen. 21-20 oder so (grausam aber wahr). Klassenerhalt für die Rangers (noch grausamer aber auch wahr). Die Frauen sind inzwischen auf Softball umgestiegen und werden ungeschlagen Berliner Meister, dürfen sich aber bei den Nord-Playoffs zum Deutschen Pokal auch endlich mal blamieren und schleichen 49-0 geschlagen vom Feld der damals noch übermächtigen Bielefeld Peanuts. Die Jugend-Mannschaft wird ge­gründet. Am Ende des Jahres wechselt der ganze Haufen zur Turngemeinde, die (anders als der bisherige Hauptverein) einen Platz zur Verfügung stellen kann.

1995

1995 dürfte dann den Tiefpunkt der Geschichte darstellen. Gleich zum Auftakt gibt's zwei Klatschen gegen den Aufsteiger (weiß noch jemand, wieviel Homeruns die gehauen haben?). Am zweiten Spieltag wird wenigstens das zweite Spiel des double-headers knapp, will sagen: im fünften Inning schaffen die anderen es gerade so, die Ten-Run-Rule vollzumachen. Doch dieser gran­diose Erfolg kann auch nicht so richtig motivieren, im nächsten Spiel gibt es dann das deftigste Massaker, das die Zweite Bundesliga je gesehen hat. Rangers Null, Bats Zweiundvierzig - wer dächte da nicht an Douglas Adams und die Antwort auf die große Frage nach dem Leben, dem Universum und allem. Die Rangers jedenfalls nicht: die letzten Ratten verlassen das sinkende Schiff, die Rangers die Liga und das war's dann ... Nicht ganz. Frauen und Kinder bleiben an Bord - aber wird das auf Dauer gutgehen ohne Männer? Blöde Frage.

1996

1996 gibt es sie allen Unkenrufen zum Trotz dann doch wieder oder noch oder so. In der Bezirksliga gurkt sich ein bunter Haufen aus alten Rangers, alten Pioneers, Nachwuchs aus der Jugendabteilung und Anfängern so durch, verliert leicht verkatert ein paar Spiele mehr als nötig und steigt am Ende trotzdem fast auf. Fast. Aushängeschild sind mittlerweile die Frauen, die sich im Mittelfeld der Verbandsliga Berlin etablieren und immer mal wieder den Favoritenschreck spielen.

1997

1997 ist der Ehrgeiz der Männer dann größer als im letzten Jahr. Ziemlicher Durchmarsch, Niederlagen nur gegen die Roadrunners und am Ende, als Platz eins in der Division außer Reichweite ist, auch noch gegen die Bats. Saisonausklang, Höhepunkt und Beginn des Rätselratens waren dann die Playoffs gegen die Crusaders. 14-4 im ersten Spiel, 16-6 im zweiten und damit hopp. Den ganzen Winter durch werden dann Vermutungen und Gerüchte ausgetauscht, ob damit denn nun der Aufstieg in die Landesliga erreicht ist oder nicht. Er ist - und warum auch nicht, die sind doch da oben auch alle nicht so gut, oder?

1998

1998 wird die Jugendmannschaft erstmals nicht Letzter. Hurra. Am Saisonende löst sie sich auf. Merkwürdig. Eltern sind schon manchmal komische Tiere. - Die Frauen schrammen (nicht gerade wirklich) knapp am Aufstieg in die Bundesliga vorbei. - Bei den Männern dauert es eine Weile, sich an das höhere Niveau in der Landesliga anzupassen. Vor allem kam für die meisten wohl etwas überraschend, daß ein verschlafenes Inning, in dem man fünf, sechs Runs zuläßt, gleichbedeutend mit einer Niederlage ist und nicht mehr (wie noch im Jahr davor) einfach nur das Ergebnis von 18-1 auf 18-7 korrigiert. Aber es gibt dann auch so langsam die ersten Siege, und pünktlich zur Sommerpause preschen wir gnadenlos vom sechsten auf den fünften Tabellenplatz vor. Irgendwie. Die Freude ist aber von kurzer Dauer, und nach einem unglücklichem 7-8 gegen den Sechsten, die Crocodiles, tauschen wir mit denen die Plätze. Abstieg?

1999

1999 Abstieg? Aber woher denn. Schließlich darf in diesem Jahr jede Mannschaft in der Liga spielen, in der sie gerne spielen möchte. Wir entscheiden uns nach reiflicher Überlegung für die (mittlerweile gute alte) Landesliga. Und da gehören wir wohl auch hin. Außer gegen die Challengers, die von der Liga beinahe einstimmig zu Tabellenführern auf Lebenszeit gewählt werden, gewinnen wir gegen jede Mannschaft mindestens einmal. Unser Tag in der Sonne: das staubige, verschwitzte 8-6 gegen die Sluggers, deren Coach unsern Starting Pitcher genau im richtigen Moment auswechselt (wie bitte? Ja, genau so war es! Ich habe Zeugen! Einzelheiten sind bei unserer Geschäftsstelle zu erfragen). Und historisch: 18-5 am letzten Spieltag gegen den Angstgegner Roadrunners. Vier Dinger haben wir über'n Zaun gehaun - irgendwie hatten wir wohl beim Gewinn des Slo-Pitch-Turniers im Sommer Geschmack am Home-run-hitting gefunden. Am Ende: Tabellenvierter, nur durch den direkten Vergleich vom Dritten (beide acht Siege, sieben Niederlagen) getrennt; Klassenerhalt. Obwohl man ja nie wissen kann ...

2000

2000 - Irgendwie ist hier im Archiv eine Lücke. Wer hilft?!?

2001

2001 scheitern die Frauen im Halbfinale der Playoffs, was aber nichts macht, denn die Fusion mit den Capitals ist beschlossene Sache, und die werden Meister; die Bundesliga-Playoffs mit gemeinsamem Team sind dann eher Formsache (2-17 gegen die Kangaroos, aber das Blowout gegen Göttingen sichert den Aufstieg). Die Männer werden unter Coach Rosenfeld Meister in der Landesliga und steigen auf in die Verbandsliga.

2002

2002 spielt das neue Jugend-Team seine erste Saison. Mit dem angestrebten 500er Ball wird's zwar dann doch nichts, aber immerhin: alle begreifen, wie das Spiel funktioniert, die ersten werden richtig gut. Die Männer rocken derweil die Verbandsliga ... in den ersten beiden Spielen, verlieren dann alles und werden Letzter. Abstieg? Ach nee, es darf mal wieder jeder spielen, wo er will. Wir wollen aber nicht mehr da oben spielen - ohne Amerikaner, dafür mit den Nachrückern aus der Jugend wollen wir es den anderen Verbandsligisten dann doch nicht zumuten, gegen uns zu spielen. Die fusionierten Frauen spielen als Banshees in der Bundesliga im unteren Drittel der Tabelle, die zweite Mannschaft verpaßt den Berliner Meistertitel haarscharf. Neu bei uns seit diesem Jahr: Mixed Softball mit den Banditos.

2003

2003 werden die Banshees sang- und klanglos Letzter der Bundesliga und beschließen - nur konsequent - am Ende des Jahres, 2004 lieber was anderes auszuprobieren. Die Jugend kriegt das mit dem 500er Ball wieder nicht hin, aber mittlerweile ist sehr deutlich zu erkennen, daß die Männer in absehbarer Zeit (mindestens) ebenbürtige Konkurrenz bekommen werden. Vor allem, weil die zur Abwechslung mal Letzter werden - in der Landesliga.

2004

2004 führte Coach Reiser die Männer ins zweite Landesliga-Jahr, Motto diesmal: gebt dem Nachwuchs eine Chance - Lohn am Ende: ein guter fünfter Platz, Potenzial erkennbar. Die Frauen haben sich - befreit vom ganzen Bundesliga-Ballast - vorgenommen, mal im Mittelfeld zu landen ... und wurden Dritter. Die Jugend fing ziemlich von vorne an, da drei Leistungsträger altersbedingt zu den Männern gewechselt sind, die Devise hieß: lernen und möglichst nicht Letzter werden. Auch das hat geklappt. Über die Saison der Junioren breiten wir mal lieber alle den Mantel des Schweigens - das war ein kurzer Sommer, Charley Brown ...

2005

2005 waren die Hoffnungen anfangs groß (Titel-Träume bei den Herren und der Jugend, Playoff-Ambitionen bei den Damen); am Ende standen zu Buche: knapp verpasstes Finale und verpatzte Spiele um Platz drei bei den Herren, Auflösung des Frauen-Teams, "nur" zweiter Platz für die Jugend. Soweit der von Verbitterung geprägte Teil des Rückblicks auf 2005. Zum Positiven: die Jugend hat bei den Großfeld-Spielen (Turnier und Playoffs) gezeigt, daß sie einfach nur ein bißchen mehr Platz braucht, um Erster zu werden; sie hat ihren ersten National-Spieler hervorgebracht (!) und schließlich die Saison mit dem zweiten Platz, der besten Plazierung ihrer Geschichte, abgeschlossen. Die Männer haben trotz allem gezeigt, daß wieder mit ihnen zu rechnen ist (jedes Team wurde mindestens einmal geschlagen), nachdem 2004 nun wirklich eher mäßig war - da sind verpatzte Play-Offs eigentlich Luxus-Probleme (zumal am Ende trotzdem der Aufstieg in die Verbandsliga heraussprang!). Und bei den Frauen schlugen letztlich nur die Auflösungserscheinungen durch, die sich in den letzten Jahren ohnehin schon bemerkbar gemacht hatten. Die Frage jedenfalls, ob und wann es wieder ein Frauen-Team bei uns geben wird, bleibt offen. - Fazit: 2005 war mal wieder eines der schwierigeren Jahre in der Geschichte der Rangers, die Rangers haben es überlebt, 2006 kann kommen!

2006
2006 ist einiges passiert... Aber wir können uns irgendwie nicht mehr erinnern.....
2007
2007..."Mission Possible"
Es sollte eine wichtige Saison werden, die Landesligasaison 2007 der TiB Rangers. War das Ziel der letzten Saison in der Verbandsliga noch der Klassenerhalt, ging es in dieser um den Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse des BSVBB (Baseball- und Softball-Verband Berlin-Brandenburg)!
Nach dem unglücklichen Abstieg aus der Verbandsliga stand der eine oder andere Spieler vor der Entscheidung, ob er bei den Rangers bleiben werde oder nicht. Alle blieben jedoch, die Karten wurden neu gemischt, und so standen die Rangers bereit, sich in je 5 Spielen gegen die drei anderen Teams der Landesliga - die Berlin Sliders, Wizards und Roadrunners zu messen. Es war allen klar, dass von diesen drei Mannschaften allein die Berlin Sliders den Rangers den Aufstieg streitig machen konnten. Deshalb galt es, insbesondere den direkten Vergleich gegen die Wilmersdorfer zu gewinnen, da dies bei Punktgleichstand nach gewonnenen Spielen den Ausschlag für die Meisterschaft bedeuten könnte.
So startete die Mannschaft um das Trainer-Duo Michael Schiller und Frank Barsnick die Saison am 22. April mit einem Sieg gegen die Roadrunners auf dem heimischen Feld am Columbiadamm. Leider folgten dem Sieg zwei Niederlagen in Folge, davon eine gegen den Konkurrenten Berlin Sliders - im direkten 5-Spiele-Duell stand es damit 0-1. Die Mannschaft lies sich jedoch nicht hängen und gewann die nächsten vier Spiele in Folge.
Am 30.6. stand dann ein Double-Header gegen die Berlin Sliders auf dem Programm, also zwei Spiele mit je 5 Innings (statt 1x7), ein weiterer wichtiger Moment im Kampf um den Aufstieg. Die beiden Mannschaften trennten sich nach einem heißen Kampf mit je einem gewonnen Spiel denkbar knapp 5-4 und 4-5 und somit stand es 2-1 für die Sliders im direkten Vergleich. Um den Ausgleich zu schaffen, mussten die Rangers das Spiel am 7.7. an der Forckenbeckstraße bei den Sliders gewinnen. Gestärkt durch den US-Neuzugang Fabian Posada, gewannen die Rangers dieses Spiel mit 8-3 und schafften somit den 2-2 Ausgleich im direkten Duell.
Die nächsten beiden Spiele gegen die Roadrunners und die Wizards gingen mit klaren Siegen auch an die Rangers.
Der 16.9. sollte dann der wohl wichtigste Tag in der ganzen Saison der Rangers sein. Der Gewinner dieses fünften Aufeinandertreffens hätte einen klaren Vorteil im mittlerweile Kopf-an-Kopf Rennen zwischen den Rangers und den Sliders. Die Rangers bewiesen Kampf- und Teamgeist und gewannen nach einer sehr spannenden und ausgeglichenen Anfangsphase das Spiel mit 11-4. Die Mannschaft hatte nun einen klaren Vorteil, doch das war nur die halbe Miete und es ging jetzt darum, nicht die Nerven zu verlieren und auch die letzten beiden Spiele gegen die anderen Kontrahenten zu gewinnen. Oder, um es mit den Worten von Coach Michael Schiller zu sagen: „Das Licht auszumachen und die Tür zu schließen“.
Das Licht machten die Rangers dann am vorletzten Spieltag gegen die Wizards aus - und die Tür am 30.9. gegen die Roadrunners zu!
Es war geschafft, die TiB Rangers, und das war am wichtigsten, hatten es aus eigener Kraft zum Landesliga-Meister-Titel und damit wieder zurück in die Verbandsliga geschafft!
Zum Feiern war jedoch nicht viel Zeit, denn drei Tage später mussten die Rangers schon im BSVBB-Pokal ran. Als Gegner warteten die Flamingos aus Frohnau und die mittlerweile altbekannten Berlin Sliders. Die Mannschaft machte ein gutes erstes Spiel gegen die Flamingos, doch am Ende unterlag sie mit 5-12 gegen die starke Verbandsliga-Mannschaft. Es war zwar eine Niederlage, und nachdem die Flamingos dann auch ihr zweites Spiel gewonnen hatten, konnten die Rangers auch nicht mehr ins Finale einziehen - es führte jedoch allen vor Augen, was für eine Spielstärke die Mannschaft die nächste Saison erwarten würde. Das positive an diesem Tag war auch, dass die Serie gegen die Sliders auf 4-2 ausgebaut werden konnte.
Es war ein schöner Sommer für die Boys of Summer vom Columbiadamm, die bewiesen haben, dass sie trotz der einen oder anderen Unstimmigkeit innerhalb des Teams eine Mannschaft sind und gemeinsam an einem Strang ziehen können. Der Winter hält Einzug in Berlin, das Training geht aber weiter. In der Halle werden sich die Rangers körperlich und psychisch auf die bevorstehende Aufgabe vorbereiten.
2008 wird es insgesamt drei Mannschaften in der Abt. Baseball geben. Die Jugend-Mannschaft wird wieder in der Jugendliga antreten und versuchen, die guten Ergebnisse der letzten Jahre (2007 Dritter!) weiter zu bestätigen und v.a. – wie jedes Jahr wieder – die altersbedingten Abgänge zu verkraften.
Die erste Männer-Mannschaft wird die alt-neue Herausforderung Verbandsliga annehmen, das Ziel kann hier nur Klassenerhalt lauten.
Neu im Spielbetrieb ist die zweite Mannschaft, die die Fahne in der Landesliga hochhalten wird, dort wird es in der Hauptsache darum gehen, neuen, jungen und/oder nicht ganz so erfahrenen Spielern Spielpraxis zu geben und vielleicht doch auch den einen oder anderen Sieg einzufahren.
2008
2008..."Mission Accomplished! ... almost"
"Rangers I werden Berlin-Brandenburger Vizemeister im Baseball"

Nach dem starken Zuwachs im Jahr 2007 haben sich die Rangers dazu entschlossen erstmalig eine zweite Männermannschaft zu gründen. Diese Entscheidung erwies sich als grandiose Idee. In der zweiten Mannschaft konnten die neuen Spieler Praxis sammeln, ohne den Leistungsdruck des ersten Teams standhalten zu müssen.
Das erste Team konnte entgegen aller Erwartungen die Saisonziele nach der Hälfte der Spielzeit ändern. Nun hieß das Ziel nicht mehr „Kampf gegen den Abstieg“ sondern „Kampf um die Meisterschaft“.
Obwohl die zweite Mannschaft nur den letzten Platz in der Landesliga belegte, erwies sich das Experiment zweites Team als sehr erfolgreich. Das Chancen für ein besseres Abschneiden der zweiten Mannschaft stehen gut und man kann mit offenen Augen in die Zukunft blicken, da auch Jugendspieler mit viel Potential nachgerückt sind und bereits Erfahrungen sammeln konnten.
Insgesamt war auch die Trainingsbeteiligung die ganze Saison über hervorragend und so konnte Coach Frank Barsnick sehr zufrieden sein. Seine Entscheidung, das Training im Winter für die erste Männermannschaft mehr auf den Fitnessbereich zu konzentrieren erwies sich als äußerst effizient. Das erste Team startete am Anfang der Saison gleich mit einem grandiosen Auswärtssieg gegen den amtierenden Meister (17-3). Auch das zweite Spiel konnte in der Nachspielzeit gewonnen werden - der erste Doppelsieg der Saison war bereits am ersten Spieltag gesichert. Die Stimmung im Team steigerte sich von Spiel zu Spiel und es entwickelte sich ein enthusiastischer Team-Spirit, der den Weg für die erfolgreiche Saison ebnete.
Im Gegensatz zu den Vorjahren wurde die Leistung nicht nur auf einige Spieler verteilt, sondern jeder im Team konnte sich für den Erfolg einbringen - wodurch wir die meisten „Runs“ in der Liga erzielten. Auch die Defense war äußerst erfolgreich - diese Kombination ließ uns am Ende der Saison die Play-Offs erreichen.
Im Halbfinale ging es gegen die Flamingos, wo sich das intensive Fitnesstraining auszahlte, in der Nachspielzeit konnte die Partie für uns entschieden werden. Die Best-of-three-Serie konnten wir mit 2-0 für uns sichern und zogen somit ins Meisterschafts-Finale ein.
Im Finale ging es dann gegen den Berliner Vizemeister aus dem vergangenem Jahr - die Sluggers. Natürlich hatten wir Respekt vor diesem großem Gegner, da wir auch schon in der Saison gegen dieses Team gespielt hatten und wir ihre Stärken kannten. Das erste Spiel auf heimischem Platz konnten wir jedoch eindeutig für uns entscheiden - somit fuhren wir mit breiter Brust zu den entscheidenden Spielen nach Süd-Neukölln. Das zweite Spiel verlief äußert umkämpft und knapp. Teilweise gingen wir in Führung und waren uns des Sieges schon fast gewiss. Doch es sollte nicht seien und wir verloren das zweite Spiel der Serie im letzen Durchgang mit einem Punkt Unterschied. Nun ging es ins finale dritte Spiel welches die Entscheidung bringen würde. Wer dieses Spiel gewann sollte Berlin-Brandenburger Baseballmeister werden. Auch in diesem Spiel mangelte es nach knappem, hart umkämpftem Spiel an dem Quäntchen Konzentration. So verloren wir auch dieses Spiel knapp im letzten Durchgang mit einem Punkt Unterschied.
Wir wurden nach einer erfolgreichen Saison verdient Berliner Vizemeister und wollen in 2009 wieder oben angreifen!

Rangers - Jugend
"Das Team ist der Star"

In der Saison 2008 galt es für die Rangers-Jugend, viele neue junge Spieler an den Sport heranzuführen und in das Team zu integrieren - und gegen gut eingespielte Teams in der Liga zu bestehen. Insgesamt ist dies sehr gut gelungen! Es fällt mir sehr schwer als Coach einen Spieler hervorzuheben und diesen für seine Leistungen zu ehren. Es kann eigentlich nur eines hervorgehoben werden, nämlich "Das ganze Team!". Die Mannschaft bestritt sieben Ligaspiele und hat jedes davon verloren und trotzdem war die Stimmung im Team immer sehr gut. Die Spieler freuten sich über jeden erzielten Run, jedes Out das sie machten und jeden guten Hit den sie schlugen. Es gab keine großen Streitereien über Errors, keiner wurde im Team ausgegrenzt wegen seiner Leistungen, seines Alter oder seiner Herkunft. Es macht sehr viel Spaß mit diesen Team zu arbeiten und wir alle freuen uns auf die Saison 2009!